VirtualBox
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| | Achtung: Ab Fedora 7 gibt es nun auch ein Paket und die Installation beschränkt sich auf das Installieren des rpm-Paketes. SELinux und auch die Benutzer werden nun automatisch konfiguriert. |
Mit VirtualBox hat InnoTek ein leisstungsstarkes Virtualizierungs-System für x86-System entwickelt, welches unter der GNU Public License (GPL) steht. Momentan läuft VirtualBox auf Windows und Linux 32-bit Hosts und unterstützt eine grosse Anzahl von Gast-Betriebssystemen (Windows NT 4.0, 2000, XP, Server 2003, Vista), DOS/Windows 3.x, Linux (2.4 and 2.6), FreeBSD und OpenBSD. Detaillierte Informationen über die Gast-Systeme können unter Gast Betriebssysteme gefunden werden. Von VirtualBox existieren zwei Variante: eine VirtualBox Open Source Edition (OSE) und eine Closed-source-Edition mit weiteren Features. Mehr unter Vergleich der Editionen.
Die Hardware, welche von VirtualBox zur Verfügung gestellt wird, umfasst neben Harddisk, CD-Rom und Floppy-Laufwerk folgende Komponenten
- Intel-Chipsatz 440FX (Natoma)
- Netzwerkkarte AMD 79C973 (PCnet II) (bis 4 Karten)
- Intel-AC97-Sound
- Standard-VGA-Karte
- USB-Controller (mit 8 Ports)
Die CPU-Zugriffe werden direkt an die reale CPU weitergeleitet. Für die Kommunikation mit einer laufendes System ohne GUI steht das RDP-Protokoll bereit.
Installation
Vorbereitung
VirtualBox benötigt für den Betrieb folgende Pakete:
- Qt 3.3.5 oder höher
- SDL 1.2.7 oder höher
Nachinstallation der benötigten Pakete kann per Yum erfolgen.
VirtualBox installieren (binäre Version)
Sun stellt zwei Versionen von VirtualBox zur Verfügung. Zuerst die Installation der Binär-Version.
Heruntergeladen werden kann VirtualBox von dieser Stelle.
https://cds.sun.com/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/CDS-CDS_SMI-Site/en_US/-/USD/ViewProductDetail-Start?ProductRef=innotek-1.6-G-F@CDS-CDS_SMI
Dort die passende Version auswählen und herunterladen.
Dann eine Konsole starten und in den Ordner wechseln in dem das VirtualBox-RPM liegt und installieren.
Installation der svn-Version
Die VirtualBox Open Source Edition (OSE) wird von VirtualBox als svn-Version zur Verfügung gestellt und kann selber kompiliert werden.
Folgende Pakete müssen vorhanden sein. Die Installation kann per Yum erfolgen.
- GCC 3.2.3 oder später
- as86
- bcc (Bruce Evans C Compiler; often part of the dev86 package)
- IASL (Intel ACPI Compiler)
- xsltproc
- libxerces (Xerces XML Parser, die C++-Version, nicht die Java-Version)
- libxalan (Xalan XSL Library, abhängig von Xerces, noch einmal die C++-Version, nicht die Java-Version)
- libXcursor (wird für einen farbigen Maus-Zeiger in Gast-Systemen gebraucht)
- Qt 3.3.x (mit x >= 5 wenn möglich)
- libIDL
- libSDL
- uuid
- ALSA
Mit folgendem Befehl können die entsprechenden Dateien bezogen werden.
svn co http://virtualbox.org/svn/vbox/trunk vbox
VirtualBox wird mit dem kmk-Befehl (Dieses Kommando wurde von InnoTek als Teil des kBuild-Systems entwickelt) gebaut.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung. Standard ist release.
- release
- debug
- profile
Mit kBuild kann die BUILD_TYPE Umgebungsvariabel gesetzt werden.
Nun ins Wurzelverzeichnis der Sourcen wechseln und das Konfigurations-Skript ausführen.
Es wird eine Datei mit dem Namen AutoConfig.kmk angelegt, welche alle Pfad-Informationen zu den benötigten Tools enthält. Ebenfalls wird ein Umgebungs-Setup-Skript env.sh angelegt. Dieser Schritt muss nur einmal ausgeführt werden. Für weitere Versionen kann auf diese Informationen zugegriffen werden. Wenn nun eine Version von VirtualBox generiert werden soll, muss zuerst das Umgebungs-Setup-Skript env.sh "gesourcet" werden.
Um nun das Release-Paket zu bauen, kann nun kmk aufgerufen werden.
Mit kmk BUILD_TYPE=debug wird eine eine debug-Version gemacht.
Für Mehr-Prozessor-Systeme kann mit der Option -j3 für kmk gearbeitet werden. Die Nummer setzt sich aus Anzahl der Prozessoren plus 1 zusammen. Mathematisch korrekter: n+1 (n Anzahl der Prozessoren)
Die benötigten Binaries werden im Verzeichnis out/linux.x86/release/bin/ angelegt.
Benutzer zur Gruppe vboxusers
Der gewünschte Benutzer wird nun zur Gruppe vboxusers als Mitglied hinzugefügt.
Das System muss neugestartet werden, damit die Gruppenzugehörigkeit wirksam wird.
SELinux
Bei aktiviertem SELinux die Zugriffsrechte überprüfen.
Falls nicht vorhanden, muss mit yum noch checkpolicy installiert werden.
Falls erforderlich mit folgendem Befehl eine neue Policy erstellen
Die Ausgabe sieht wie folgt aus.
Erstelle Type Enforcement Datei vbox.te Kompiliere Richtlinie checkmodule -M -m -o vbox.mod vbox.te semodule_package -o vbox.pp -m vbox.mod ******************** WICHTIG *********************** Um das neu erstellte Richtlinienpaket in den Kernel zu laden, ist es notwendig folgendes auszuführen. semodule -i vbox.pp
Nun noch das Paket laden
Verwendung
Das GUI kann per Shell oder aus dem Menü gestartet werden. Es erscheint nun ein Fenster, welches die Bedienung sehr vereinfach macht und alle nötigen Einstellungen für das Gast-System gemacht werden können.
Start der Binär-Version
Der Start per Konsole
Der VirtualBox-Start über das Menü läuft so.
-> Anwendungen -> Systemprogramme -> InnoTek VirtualBox
Starten der Build-Version
VirtualBox kann später direkt aus dem Build-Verzeichnis out/linux.x86/release/bin/ gestartet werden. Zuerst muss jedoch noch das Kernel-Modul vboxdrv gebaut werden.
In das entsprechende Verzeichnis gewechseln
Nun make und make install aufrufen
Das Modul sollte nun im entsprechenden Verzeichnis installiert worden sein. Schreib- und Lesezugriff auf /dev/vboxdrv muss vorhanden sein. Nun kann das Modul geladen werden.
Anlegen von Gast-Systemen
Über den Wizard lassen sich bequem Gast-Systeme anlegen. Ein Festplattenmanager verwaltet die Image-Dateien für die virtuellen Festplatten und kann diese auch erstellen. Das CD-/DVD-Laufwerk wird vom Host-System an den Gast weitergegeben oder es können ISO-Images einbunden werden.
| Der VirtualBox-Assistent | ||
|---|---|---|
| Start des Assistent | Allgemeine Einleitung. Durch Drücken von Next > gelangt man weiter. | |
| Namensgebung und Systemauswahl | Unter Name sollte ein aussaekräftiger Name angegeben werden. Bei OS Type kann der Typ des Gast-Betriebssystem angegeben werden. Drücken von Next > führt einen Schritt weiter. | |
| Speicher-Einstellungen | Nun muss der Speicher-Bedarf der virtuellen Maschine angegeben werden. Es ist möglich den vorgeschlagenen Wert zu übernehmen, aber besser passt man ihn den Vorgaben des Host-Systems an. Durch Drücken von Next > gelangt man weiter. | |
| Virtuelle Harddisk | Die Auwahl besteht aus zwei Möglichkeiten. Man kann mit New... eine neue virtuelle Harddisk anlegen oder mit Existing... eine bestehende Image-Datei auswählen. Wird New... gedrückt, erscheint ein weiterer Assistent. | |
| Der VirtualBox-Harddisk-Assistent | ||
|---|---|---|
| Start des Assistent | Allgemeine Einleitung. Durch Drücken von Next > gelangt man weiter. | |
| Auswahl des Types | Eine Option ist Dynamically expanding image und die andere Fixed-size image. Bei der fixen Grösse nimt das Image-File die gesamte Grösse ein, während beim dynamischen nicht von Anfang an der gesamte Platz reserviert wird. Drücken von Next > führt weiter. | |
| Speicherort und Grösse | Unter Image File Name kann der Name und der Speicherort des Image-File angegeben werden. Bei Image Size' muss die Grösse der virtuellen Festplatte angegeben werden. Es empfiehlt sich diesen nicht zu knapp zu bemessen. Durch Drücken von Next > gelangt man weiter. | |
| Zusammenfassung | Nun erscheint eine kleine Zusammenfassung der Daten. Mit dem Drücken von Finish wird der Assisten geschlossen. | |
| Der VirtualBox-Assistent | ||
|---|---|---|
| Virtuelle Harddisk | Drücken von Next > führt weiter. | |
| Zusammenfassung | Nun erscheint eine Zusammenfassung der Daten. Mit dem Drücken von Finish wird der Assisten geschlossen. | |
Weitere Informationen zum Handling der vdi-Dateien, können in diesem Artikel gefunden werden.
Das VirtualBox-Fenster zeigt nun auf der linken Seite die zur Verfügung stehenden Systeme an. Auf der rechten Seite unter Details lassen sich weitere Einstellungen vornehmen.
Vereinfachte Oberfläche
Wenn nur die virtuelle Maschine gestartet werden soll, ohne VirtualBox-Gui kann VBoxSDL verwendet werden. Als Parameter muss der Name oder die UUID der virtuelle Maschine angegeben werden.
Konfigurations-File
Für jedes Gast-System wird ein xml-Konfig-File angelegt, welches die relevanten Informationen enthält. Beispielsweise eine File für ein Fedora Core 6-Gast.
USB
USB-Speicher-Sticks lassen sich auch unter VirtualBox verwenden, da USB "durchgeschleift" wird. Die USB-Hardware einstecken und dann mit VBoxManage schauen, ob das Gerät erkannt wird.
Die Ausgabe sieht ungefähr so aus.
VirtualBox Command Line Management Interface Version 1.3.8 (C) 2005-2007 InnoTek Systemberatung GmbH All rights reserved. Host USB Devices: UUID: 45eda379-d497-42fb-9b7b-974d983b3e87 VendorId: 0x046d (046D) ProductId: 0xc016 (C016) Revision: 3.64 (0364) Manufacturer: Logitech Product: Optical USB Mouse Address: /proc/bus/usb/004/002 Current State: Busy UUID: cbc80258-16e6-4398-b7ee-48ac97df0f56 VendorId: 0x413c (413C) ProductId: 0x8103 (8103) Revision: 22.87 (2287) Address: /proc/bus/usb/002/003 Current State: Busy UUID: 54c7265c-474f-4caa-80d5-14c1ab65c6f6 VendorId: 0x0ea0 '''(0EA0)''' ProductId: 0x2168 '''(2168)''' Revision: 2.0 (0200) Manufacturer: USB Product: Flash Disk SerialNumber: 1EF4063C3784CC7D Address: /proc/bus/usb/005/004 Current State: Busy
Der Bereich um "Flash Disk" ist interessant. Nun muss die VendorId und die ProductId (die Wert in Klammer sind besonders interssant) bei den Einstellungen der virtuellen Maschine unter USB eingetragen werden.
- einen neuen Filter anlegen
- unter Name einen Namen für den Filter angeben
- bei Vendor ID den Wert 0EA0 aus obiger Liste eintragen
- bei Product ID ebenfalls den Wert 2168 aus obiger Liste eintragen
- mit OK die Einstellungen verlassen
Nun sollte im Gast-System der Speicher-Stick zur Verfügung stehen.
USB unter Windows
Für Windows muss man Sondermaßnahmen ergreifen, die allerdings einfach zu bewerkstelligen sind, der USB-Support ist einfach einzurichten. Die Aktivierung verhält sich folgendermaßen:
1.)
- USB-Stick einstecken, dieser wird unter Fedora (Host) automatisch gemounted.
- VirtualBox öffnen
- OS, welches USB Support haben soll markieren und auf "ändern" klicken
- Im linken Menü "USB" auswählen
- "USB Controller aktivieren" auswählen
- Bei "Filter für USB Geräte" auf "Filter hinzufügen" klicken (Stecker mit grünem +)
Dabei werden die angeschlossenen Geräte in einem sich dann öffnenden Kontext-Menü angezeigt, davon die betreffenden auswählen. Alle in der VirtualBox notwendigen Konfigurationen sind damit abgeschlossen.
2.) Eine Gruppe namens "usb" anlegen und die Gruppen-ID merken
3.) als root folgendes in die /etc/fstab eintragen:
none /proc/bus/usb usbfs devgid=XXX,devmode=664 0 0
dabei bezeichnet XXX die Gruppen-ID der Gruppe "usb"
ab Fedora 11:
none /sys/bus/usb/drivers usbfs devgid=XXX,devmode=664 0 0
Danach die VirtualBox neu starten und Windows hochfahren, bei nicht erfolgender Fehlermeldung sollten USB-Medien zur Verfügung stehen.
Netzwerk
Beim Netzwerk bietet VirtualBox zwei Optionen an:
- "Host Interface" Hier wird eine Bridge zum Netzwerkadapter des Hosts erstellt und die Verbindung darüber hergestellt
- "NAT" Der DHCP-Server von VirtualBox vergibt IP-Adresse aus dem Range 10.0.2.0/24. So ist es jedoch nicht möglich Server-Dienste auf dem Gast-System anzubieten.
Es wird die Standard-Bridging-Funktionen von Linux verwendet, um den direkten Zugriff der Gastsysteme ins Netz zugewähren. Deshalb ist es nötig, dass Lese- und Schreibzugriff auf /dev/net/tun vom Benutzer möglich sind.
Netzwerk-Bridge
Sollen über das virtuelle System auch Server-Dienste angeboten werden, muss eine Netzwerk-Bridge eingerichtet werden. Da das tunctl-Device fehlt, muss OpenVPN installiert werden, so lässt sich dann das tap-Interface erstellen. Die folgende Beschreibung installiert ein dauerhaftes Bridge-Interface für eth0. Die Einrichtung einer dynamischen Bridge ist etwas komplizierter da jedesmal root-Rechte zum Einrichten benötigt werden.
Den Knoten für tun erzeugen
Jetzt das tap0-Device erzeugen
Die Gruppe von /dev/net/tun anpassen
Ändern der Rechte des tun-Devices
Um das zu automatisieren sollte man das in der rc.local machen lassen
Die Datei /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-br0 anlegen und folgendes hineinschreiben:
DEVICE=br0 TYPE=Bridge BOOTPROTO=dhcp ONBOOT=yes MTU=1492
Die Datei /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0 ergänzen
Anlegen einer Netzwerkschnittstelle für den jeweiligen User
[User] bitte durch den entsprechenden Usernamen ersetzen
Die korrekte MTU für das Netzwerk-Interface eth0 und vbox0 kann auch wieder in der /etc/rc.d/rc.local gesetzt werden:
(Hier die MTU 1492 für DSL)
Beispiel /etc/rc.d/rc.local nach diesen Anpassungen (incl. automatischer Neukompilierung des Kernelmoduls)
#!/bin/sh
#
# This script will be executed *after* all the other init scripts.
# You can put your own initialization stuff in here if you don't
# want to do the full Sys V style init stuff.
touch /var/lock/subsys/local
if [ ! -e /lib/modules/`uname -r`/misc/vboxdrv.ko ]; then
echo ""
echo "Compiliere Module fuer VirtualBox"
/etc/init.d/vboxdrv setup
echo "Starte Dienste fuer VirtualBox neu"
/etc/init.d/vboxdrv restart
/etc/init.d/vboxnet restart
fi
chmod 666 /dev/net/tun
ifconfig eth0 mtu 1492
ifconfig vbox0 mtu 1492
Nun den Host-PC bitte einmal durchstarten.
ifconfig sollte nun ausgeben: br0, eth0, lo, und vbox0 in etwa so:
br0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 00:19:DB:CC:2B:45
inet Adresse:192.168.0.2 Bcast:192.168.0.255 Maske:255.255.255.0
inet6 Adresse: fe80::219:dbff:fecc:2b45/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1492 Metric:1
RX packets:3312 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:2896 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
RX bytes:1229558 (1.1 MiB) TX bytes:399538 (390.1 KiB)
eth0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 00:19:DB:CC:2B:45
inet6 Adresse: fe80::219:dbff:fecc:2b45/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1492 Metric:1
RX packets:3312 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:2896 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
RX bytes:1276038 (1.2 MiB) TX bytes:399556 (390.1 KiB)
Interrupt:18 Basisadresse:0xc000
lo Link encap:Lokale Schleife
inet Adresse:127.0.0.1 Maske:255.0.0.0
inet6 Adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine
UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1
RX packets:75 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:75 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
RX bytes:7091 (6.9 KiB) TX bytes:7091 (6.9 KiB)
vbox0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 00:FF:B1:1B:11:68
inet6 Adresse: fe80::2ff:b1ff:fe1b:1168/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1492 Metric:1
RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:0 errors:0 dropped:81 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:500
RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:0 (0.0 b)
Anpassung der Firewall des Host-PCs
Abschließend in der Firewall Konfiguration noch Anwenden und Neu laden anklicken. Das ist notwendig, damit der Guest (die virtuelle Maschine) via DHCP eine Netzwerkadresse bekommt.
Ändern der Netzwerkschnittstelle der VM
Nach einem Neustart der VM sollte nun die Netzwerkkarte des Guest via DHCP eine IP-Adresse bekommen, die im gleichen IP-Segment wie der Host-PC liegt.
Die virtuelle Maschine (Guest) kann nun wie ein realer PC im Netzwerk angesprochen werden und ggfs. Dienste und Services bereitstellen.
An der Berner Fachhochschule in Biel (Schweiz) ist eine Diplom-Arbeit ausgeschrieben, die sich mit den Netzwerk-Funktionen von VirtualBox beschäftigen soll.
Starten von Gast-Systemen
Durch die Auswahl der Gast-Systeme im VirtualBox-GUI und drücken des "Start"-Knopfes wird das System gestartet. Zum Lösen der Maus- Und Tastatur-Eingaben vom Gast-System muss die Taste, welche im unteren rechten Bereich des VirtualBox-Fenster angegeben ist, gedrückt werden.
Guest Additions
Diese Erweiterung ermöglicht die Verwendung einer höheren Auflösung, eine bessere Maus-Integration und Zeit-Synchronisation. Ebenso bestehet die Möglichkeit Verzeichnis-Freigaben und ein automatisches Windows Logon einzurichten.
Laden der Guest Additions
- Wähle "Mount CD/DVD-ROM" aus dem "Devices" Menü und dann "CD/DVD-ROM image". So wird der Virtual Disk Manager gestartet.
- Im Virtual Disk Manager den "Add"-Knopf drücken und nun muss VBoxGuestAdditions.iso geladen werden. Es befindet sich im Installations-Verzeichnis, normalerweise unter /opt/VirtualBox-xxx.
- Zurück im Virtual Disk Manager muss das ISO-File gewählt werden und der "Select"-Knopf gedrückt werden. Das ISO-File wird nun gemountet und ist CD-ROM im Gast-System verfügbar.
Installation (der Guest Additions) unter Windows als Gast-System
Wenn nun auf das CD-ROM-Laufwerk gewechselt wird, kann das VBoxGuestAdditions.exe ausführen. Nach einem Neustart kann die Auflösung der virtuellen Maschine analog einer Standard-Windows-Installation geändert werden.
Installation (der Guest Additions) unter Linux als Gast-System
Wenn nun auf das CD-ROM-Laufwerk gewechselt wird, kann das VBoxLinuxAdditions.run ausführen. Auf dem Gast-System muss jedoch ein gcc-Kompiler und die kernel-devel Pakete vorhanden sein. Auch hier kann das Problem mit der falschen Kernel-Architektur auftreten (Lösung siehe unter Installation).
Anlegen eines Verzeichnis zum Mounten
Mounten des CD-ROM-Laufwerkes
Wechslen des Verzeichnises
Ausführen der Skripts
Sind alle Anforderungen erfüllt, gibt das Skript über den Ablauf die Informationen bekannt.
Verifying archive integrity... All good Uncompressing VirtualBox 1.3.8 Additions for Linux installation............... VirtualBox 1.3.8 Guest Additions installation Building the VirtualBox Guest Additions kernel module... Building the shared folder support kernel module... Installing the VirtualBox Guest Additions... Successfully installed the VirtualBox Guest Additions. You must restart your guest system in order to complete the installtion.
Nun muss das Gast-System neugestartet werden. Während des Startes sollten die beiden Module vboxadd und vboxvfs geladen.
Durch lsmod | grep vbox kann überprüft werden, ob die Module geladen wurden.
Snapshot
VirtualBox bietet mit einer Snapshot-Funktion die Möglickeit, einen aktuellen Installationsstand zu sichern. Zu einem späteren Zeitpunkt kann zu den früheren Systemzuständen zurückgekehrt und weitergearbeitet werden.
Verzeichnis-Freigaben
Eine Einrichtung über die grafische Oberfläche ist momentan nicht möglich. So muss dies per Konsole mit VBoxManage geschehen. Die virtuelle Maschine darf zu diesem Zeitpunkt nicht laufen.
Unter hostpath wird das Verzeichnis auf den Host-System angegeben, welches dem Gast-System zur Verfügung gestellt wird.
Ist die Erstellung erfolgreich erscheint folgende Meldung:
VirtualBox Command Line Management Interface Version 1.3.8 (C) 2005-2007 InnoTek Systemberatung GmbH All rights reserved.
Entfernen der Verzeichnis-Freigabe
Linux
Unter Linux muss das freigegebene Verzeichnis nun gemountet werden.
mount -t vboxsf [Name der VM] /media/exchange
Das Verzeichnis, in welches gemountet wird, muss bereits bestehen.
Windows
Läuft die virtuelle Maschine mit Windows kann in der Eingabeaufforderung mit folgendem Kommando das Laufwerk eingebunden werden.
net use x: \\vboxsvr\[Name der Freigabe]
Remote Desktop Protocol
VirtualBox verwendet eine Erweiterung des Protokolls RDP mit dem Namen VRDP. Mit RDP-Clients wie 'rdesktop kann so unter Fedora problemlos auf die virtuellen Maschinen zugegriffen werden. Standardmässig ist Remote Display deaktiviert. Unter Details und dann Remote Display kann der Einstellungsbereich für Remote Display erreicht werden. Bei Enable VRDP Server muss ein Hacken gemacht werden, damit die Einstellungen vorgenommen werden können.
- Server Port Port-Nummer nach eigenen Geschmack, jedoch muss die Firewall den gewählten Port "durchlassen"
- Authentication Method
- Null keine Authentifikation
- External eine Authentifikation über PAM hinausläuft, resp. eine Anmeldung am Host
- Guest dies erfordert eine Anmeldung am Gastsystem
- Authentication Timeout Wartezeit bis zum Beenden der Anmeldung
Es lassen sich auch virtuelle Maschinen auf Systemen ohne Eingabe- und Ausgabe-Möglickeiten starten. Dazu muss die virtuelle Maschine mit
VBoxVRDP -startvm
gestartet werden.
Der Zugriff auf die virtuelle Maschine kann mit rdesktop geschehen. Es muss die IP-Adresse und die Port-Nummer angegeben werden.
rdesktop 10.0.2.15:1111
Das Anlegen einer virtuellen Maschine auf einem System ohne Eingabe-Möglichkeit mit Hilfe von RDP, wie einem Root-Server wird in einem separaten Artikel beschreiben.
Mögliche Probleme
Allgemeine Lösungen
Überprüfungen, ob das Modul geladen wurden
lsmod | grep vboxdrv
Falls es nicht der Fall ist, wird mit folgendem Kommando das Modul geladen.
Permission denied
Die Probleme mit den Zuriffsrechten lassen sich durch das Hinzufügen des gewünschten Benutzer als Mitglied zur Gruppe vboxusers lösen, falls es bei der Installation vergessen wurde.
Diese Problematik entsteht, wenn die Rechte des Verzeichnisses /opt/VirtualBox-1.3.8 falsch gesetzt sind, respektive root oder der ausführende Benutzer keine Rechte besitzen.
/opt/VirtualBox-1.3.8/VirtualBox: error while loading shared libraries: /opt/VirtualBox-1.3.8/VBoxVMM.so: cannot restore segment prot after reloc: Permission denied
Die SELinux-Berechtigungen anpassen, bringt die Lösung, wenn die Verzeichnis-Rechte stimmen. Siehe hier
Dasselbe Verfahren gilt ebenfalls für die Meldung VERR_NO_MEMORY beim Start einer virtuellen Maschine.
Kernel-Update
Wenn der Kernel auf den neusten Stand gebracht wurde, wird das vboxdrv-Modul nicht mehr geladen, da es mit der neuen Kernel-Version nicht übereinstimmt. VirtualBox muss nicht neuinstalliert werden, es reicht, wenn das Modul für den neuen Kernel neu gebaut wird.
Beenden von VirtualBox
Wurden die Zugriffsrechte angepasst oder soll VirtualBox beendet werden, kann dies mit folgendem Befehl geschehen.
Deinstallieren von VirtualBox
Zum Entfernen von VirtualBox kann folgender Befehl ausgeführt werden und die Installation wird gelöscht.
Tipps & Tricks
Kernelmodul beim Kernelupdate automatisch neu bauen
Es gibt zwar bestimmt schönere Möglichkeiten, dieses zu bewerkstelligen, aber eine einfache Quick&Dirty-Lösung, um die für VirtualBox nötigen Kernelmodule nach einem Kernelupdate automatisch neu bauen zu lassen, ist, folgendes in die /etc/rc.local einzutragen:
if [ ! -e /lib/modules/`uname -r`/misc/vboxdrv.ko ]; then
echo ""
echo "Compiliere Module fuer VirtualBox"
/etc/init.d/vboxdrv setup
echo "Starte Dienste fuer VirtualBox neu"
/etc/init.d/vboxdrv restart
/etc/init.d/vboxnet restart
fi
Dieses prüft beim Systemstart, ob das Modul schon vorhanden ist. Falls nicht, erstellt es dieses und startet die Dienste für VirtualBox einmal neu.
Das Ganze funktioniert auch für die Linux-Gäste. Als Vorarbeit muss dafür innerhalb des gestarteten Gastes nur die Datei VBoxLinuxAdditions.run aus den Gasterweiterungen in das Verzeichnis {Dateiname|/opt/} kopiert werden und danch folgendes in die {Dateiname|/etc/rc.local} eingetragen werden:
if [ ! -e /lib/modules/`uname -r`/misc/vboxvfs.ko ];then
echo ""
echo "Compiliere Module fuer VirtualBox"
sh /opt/VBoxLinuxAdditions.run
echo "Starte Dienste fuer VirtualBox neu"
/etc/init.d/vboxadd start
/etc/init.d/vboxadd-timesync start
/etc/init.d/vboxvfs start
echo "Mounte gemeinsame Ordner von VirtualBox"
mount -a
fi
Siehe auch
Alternativen
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